Feste feiern.

DAS jährliche Meusdorfer Highlight ist das Meusdorfer Sommerfest, von Einheimischen „Siedlerfest“ genannt und Pflichttermin im Kalender eines jeden Siedlers, auch der Eingeheirateten und Zugezogenen. Auf einer Wiese hinter dem Siedlerheim finden sich Jahr für Jahr in beruhigender Beständigkeit die gleichen Attraktionen: Die Waffelbude, die Losbude, die Schießbude, die Büchsenwurfbude, die gebrannte-Mandeln-Bude, ein Kinderkarussell und – Tusch!!! – ein rasantes Fahrgeschäft, das allabendlich für die zeitgemäße rhythmische Beschallung sorgt. Es ist wie überall: An der Losbude gibt es viel Nippes, Plaste, Plüschtiere und Krims, den man für einen Bruchteil des Geldes, das die Kinder dort versenken, allerorts kaufen KÖNNTE (aber niemals kaufen WÜRDE 😉 ), und an der Büchsenwurfbude ist nicht ganz klar, warum die Gesetze der Schwerkraft nicht immer gelten, aber Spaß macht es jedes Jahr immer und immer wieder. Das kleine Karussell hat eine Feuerwehr mit einer Glocke, einen stetig heißumkämpften Hubschrauber und einen putzigen grünen Panzer, auf dem zu Ostzeiten „NVA“ stand und heute „UN“ steht, ein Pragmatismus, der für Meusdorf typisch und mir persönlich sehr sympathisch ist. Die Kinder tummeln sich in den Hüpfburgen und beim Kaspertheater, die „Großen“ warten betont cool hintereinander am Getränkeausschank und am Bratwurstgrill, die längste Schlange allerdings steht jedes Jahr bei Waffel-Guse… Waffeln, wie „damals“, mit einer herrlich-klebrig-süßen weißen Crémefüllung, von der man füher nicht wußte, was drin ist, und von der man heute nicht lassen kann. Doch nicht alles bleibt „beim Alten“.

Siedlerfest in Meusdorf.

So gibt es seit einigen Jahren bei der Rassekaninchenschau keine tierischen Hauptpreise mehr: Immer wieder brachen früher Nicht-Meusdorfer Kinder in Tränen aus, wenn ihre Eltern den Hauptpreis (in der Art: quergestreifter Langhaar-Rammler nebst Käfig und Futterration für eine Woche) heftig verweigerten. Am Samstag „nach Sonnenuntergang“ ziehen die Kinder begeistert in Begleitung ihrer meist schon ziemlich müden Eltern mit Lampions durch die Siedlung, üblicherweise angeführt von einer Blaskapelle, im vergangenen und in diesem Jahr jedoch – man höre und staune – begleitet durch eine Gruppe namens „Samba Pintada“, was einen Hauch von Exotik verspricht.
Anschließend trifft sich alles kurz nach 22 Uhr auf dem Monarchenhügel, um das gleichfalls traditionelle Feuerwerk zu bewundern und um hinterher zu fachsimpeln, ob das Feuerwerk diesmal besser oder schlechter als im vergangenen Jahr (fast immer: BESSER), und ob es besser oder schlechter als andere Feuerwerke ringsrum war (immer: BESSER 🙂 )

Ich freu mich drauf!

Termin 2017: 9.6.-11.6.

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